20.06.2018, 14.47 Uhr

Autodiebstahl in Deutschland: Klau-Gefahr! DIESE Autos sollten Sie besonders gut schützen

Autodiebe schlagen besonders in Berlin und Hamburg zu.

Autodiebe schlagen besonders in Berlin und Hamburg zu. Bild: fotolia: Picture-Factory

In Deutschland werden etwas weniger Autos geklaut als im Vorjahr, zeigt der Bericht "Kfz- Kriminalität 2017" des Bundeskriminalamts. Am gefährlichsten ist es demnach in Berlin und Hamburg sowie in den Ost-Bundesländern. Die Täter agieren außerdem immer professioneller.

Autodiebstähle stiegen 2017 besonders oft in Sachsen-Anhalt

In Deutschland stahlen Autodiebe 2017 insgesamt 19.026 Autos, knapp ein Prozent weniger als 2016. Am häufigsten schlugen die Diebe in Berlin (4620 Pkw) und Hamburg zu. Auch in den Ost-Bundesländern Brandenburg, Sachsen und vor allem Sachsen-Anhalt müssen Autohalter besonders aufpassen. InSachsen-Anhalt stieg die Zahl der Autodiebstähle um 26,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland sind die Zahlen dagegen stark gesunken.

Geklaute deutsche Autos landen sogar in Kambodscha

Der Grund dafür: Aus den Ost-Bundesländern können die Autos schneller in die osteuropäischen Absatzmärkte kommen, vor allem Polen und Litauen sind das Ziel. Von dort gelangen die geklauten Wagen aber auch weiter nachZentralasien. Sogar Südostasien tauchte 2017 erstmals als Absatzmarkt auf. Die Fahrzeuge werden dabei auf Containerschiffen nach Thailand transportiert und von dort weiter nach Kambodscha gebracht.

Autodiebe klauen vor allem die Marken Land Rover und Porsche

Am liebsten klauen Autodiebe Modelle von Land Rover und Porsche. Auch VW, Audi, BMW und Mercedes sind stark betroffen. Die Täter werden dabei immer professioneller, der gesamte Ablauf vom Diebstahl bis zum Endverkauf ist unterteilt, die einzelnen Akteure kennen oft nur ihre nächste Kontaktperson.

Täter verkaufen geklaute Teile auch über das Internet

Ein Teil der in Deutschland entwendeten Kfz wird nicht als Ganzes verkauft, sondern zerlegt und in Einzelteilen über gängige Internetportale abgesetzt. Bei eBay und Co. können Autodiebe auch einfach an elektronische Überwindungstools zum Knacken von Sicherheitseinrichtungen bei Autos kommen. Zwar bildet die Polizei sowohl national als auch länderübergreifend neue Arbeitsgruppen, trotzdem werden Auto-Diebstähle und der Weiterverkauf nicht abnehmen, folgert das BKA.

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gma/loc/news.de
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