19.04.2018, 13.29 Uhr

Blitzmarathon 2018: Blitzer-Bilanz! Das waren die schlimmsten Temposünder

Beim Blitzermarathon 2018 gingen der Polizei wieder zahlreiche Temposünder ins Netz.

Beim Blitzermarathon 2018 gingen der Polizei wieder zahlreiche Temposünder ins Netz. Bild: Matthias Balk/dpa

Mit einem Blitzmarathon hat die Polizei in mehreren Bundesländern wieder zahlreiche Raser erwischt. Die Kameras lösten am Mittwoch tausendfach aus. Polizisten waren unter anderem in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg imEinsatz, um die Geschwindigkeit vonAutos zu messen. In Hessen etwa wurde ein Autofahrer mit 170 Kilometern pro Stunde in der 70er-Zone ertappt, in Brandenburg raste einer mit Tempo 157 über eine Autobahn-Baustelle, an der nur 60 km/h erlaubt waren.

Blitzermarathon 2018: Polizei zieht Bilanz

Mit der Aktion will die Polizei das Bewusstsein für Gefahrenstellen stärken. 2017 waren Zehntausende Temposünder ertappt worden, obwohl - wie auch in diesem Jahr - zahlreiche Kontrollpunkte schon vorab von der Polizei veröffentlicht worden waren. In einigen Bundesländern heißen die Kontrollen "Speedmarathons".

Polizei im Großeinsatz gegen Temposünder

In Bayern war die Polizei mit rund 1.900 Polizisten im Einsatz, um Raser aus dem Verkehr zu ziehen. Sie blitzten an etwa 2.000 Stellen. In Thüringen waren die Beamten auf einigen Autobahnen mit einem Videowagen unterwegs. In Hamburg wurden insgesamt mehr als 2.000 Raser gezählt. Dort raste einer mit Tempo 124 über einen Autobahnzubringer. Erlaubt waren 40 km/h. 2222 Fahrer mit Bleifuß hat die Polizei im Saarland erwischt, in Brandenburg waren es knapp 7.000.

Verkehrsminister wollen härtere Strafen für Straßen-Rowdys

Das Thema Raser steht auch bei der Verkehrsministerkonferenz, die am Donnerstag in Nürnberg beginnen sollte, auf dem Zettel. Die Bundesländer setzen sich für höhere Bußgelder für Raser, Drängler und Falschparker ein, die mit ihrem Verhalten andere in Gefahr bringen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorlag. Demnach verlangen die Länder von der Bundesregierung, dass entsprechende Verstöße "empfindlich sanktioniert werden". Ziel solle sein, "die erforderliche abschreckende Wirkung der Sanktionen zu entfalten".

Schwarz-Gelb in NRW gegen Blitzermarathons

Den ersten Blitzmarathon hatte es 2012 in Nordrhein-Westfalen gegeben. Das Land setzte beim diesjährigen Blitzermarathon allerdings aus - unter der schwarz-gelben Regierung soll es keine Blitzmarathons mehr geben. "Das Thema ist durch", hatte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) der "Westdeutschen Zeitung" gesagt.

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jat/news.de/dpa
Themen: Auto, Polizei
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