10.11.2017, 16.12 Uhr

Winterreifen wechseln: Ab welcher Temperatur besteht Winterreifen-Pflicht?

Spätestens bei Temperaturen unter 7 Grad ist es Zeit, auf Winterreifen umzusteigen.

Spätestens bei Temperaturen unter 7 Grad ist es Zeit, auf Winterreifen umzusteigen. Bild: Andrea Warnecke/dpa

Noch müssen Autofahrer nicht überall in Deutschland bereits mit Eis- oder Schneeglätte kämpfen. Aber auch ohne diese winterlichen Bedingungen gilt: Spätestens bei dauerhaften Temperaturen unter 7 Grad wechseln Autofahrer besser auf Winterreifen, rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Winterreifen ab wann wechseln? Temperatur macht den Unterschied zu Sommerreifen

Deren Gummimischung ist weicher als die von Sommerreifen. Das verhindert, dass sie unter dem Gefrierpunkt verhärten und so die Traktion verschlechtern. Außerdem haben Winterpneus feinere Lamellen, die sich besonders gut mit der Straße verzahnen.

Was das für Unterschiede in der Praxis bedeuten kann, zeigen die Beispiele eines Tests: Aus Tempo 100 steht ein Auto mit Sommerreifen auf nasser Straße bei einer Außentemperatur von 5 Grad nach 69 Metern. Ein winterbereiftes Fahrzeug dagegen 4 Meter früher. Der andere Wagen ist dann noch 24 km/h schnell. Auf Schnee steht das Winterreifen-Auto aus Tempo 50 nach 31 Metern. Der Fahrer mit Sommerreifen braucht dazu 62 Meter und ist an der Stelle, wo der andere bereits steht, noch 35 km/h schnell.

Auch in schneeärmeren Regionen wie Norddeutschland sei daher die Temperaturregel eine gute Faustregel, erklärt Sandra Demuth vom DVR. Auch Ganzjahresreifen können eine Alternative sein. "Vor allem für diejenigen, die wenig fahren und nicht zwingend auf das Autos angewiesen sind." Aber zu bedenken sei: Wer oft mit dem Auto - auch in winterlichen Gefilden - unterwegs ist, sollte besser richtige Winterreifen aufziehen lassen.

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