27.10.2015, 09.04 Uhr

ADAC Test 2015: Kindersitze: Wie sicher sind günstige Kindersitze bis 70 Euro?

Kindersitz - auf die richtige Verwendung achten!

Kindersitz - auf die richtige Verwendung achten! Bild: picture-alliance/ dpa/ Nicolas Amer

ADAC und Stiftung Warentest haben günstige Kindersitze und Babyschalen für unter 70 Euro getestet. Dabei fielen sechs Kindersitze durch den Test und erhielten nur die Note "mangelhaft". In dem aktuellen Kindersitztest erhielt auch kein Produkt das ADAC-Urteil "sehr gut". Die Tester vergaben immerhin 13-mal die Note "gut" und dreimal die Note "befriedigend". Generell ist vor allem im unteren Preissegment Vorsicht geboten, rät der ADAC.

Der ADAC hat günstige Kindersitze getestet

Der ADAC hat günstige Kindersitze getestet Bild: ADAC

Da der Kindersitztest deutlich höhere Anforderungen stellt als vom Gesetzgeber vorgeschrieben, übertreffen alle Sitze, die das Gesamturteil "gut" oder "befriedigend" erhielten, die gesetzlichen Vorschriften deutlich. Zwei Babyschalen, die jeweils in drei verschiedenen Varianten untersucht wurden, erhielten in der Schadstoffprüfung die Note "mangelhaft". Da diese Bewertung nicht durch ein gutes Abschneiden in anderen Kriterien ausgeglichen werden konnte, schlägt sich die Beurteilung "mangelhaft" direkt auf das Gesamturteil der ADAC-Tester nieder. Die gute Nachricht: Für Kinder aller Altersklassen finden sich Sitze mit der Note "gut" bzw. "befriedigend". Von den mit "mangelhaft" durch den ADAC bewerteten Sitzen sollten Sie aber wohl lieber die Finger lassen.

Kindersitze im ADAC-Test 2015: Eine Empfehlung und sechsmal "mangelhaft"

Nur ein Sitz, die Babyschale Nania Beone SP, ist der einzige mit der Gesamtnote "gut". Sechs Sitze konnten laut ADAC-Test nicht empfohlen werden:

  • Nania Safety SP (Note 5,5)
  • Tiggo Bebehut(Note 5,5)
  • United-Kids Alpha Deluxe(Note 5,5)
  • United-Kids Kid Comfort(Note 5,5)
  • United-Kids Kidstar(Note 5,5)
  • Nania Starter SP
ADAC-Infografik: Kindersitztest

ADAC-Infografik: Kindersitztest Bild: ADAC

Größen und Testkriterein im ADAC-Kindersitztest

Nach und nach kommen immer mehr Produkte in den Handel, die die Anforderungen der ECE R 129 erfüllen. Vier dieser sogenannten I-Size-Modelle wurden im aktuellen Test überprüft. Drei von ihnen erhielten das ADAC-Urteil "gut". Die "I-Size"-Kindersitze werden nicht nach dem Gewicht des Kindes, sondern nach der Körpergröße unterschieden. Die Hersteller können dabei selbst festlegen, für welchen Größenbereich der jeweilige Sitz geeignet ist. Die Einteilung in Klassen entfällt somit. Der Kindersitztest wurde für 2015 überarbeitet. Damit sind die aktuellen Ergebnisse zwar mit denen vom Mai dieses Jahres vergleichbar, jedoch nicht mit den Ergebnissen der Jahre zuvor. Zu den Neuerungen gehörten unter anderem eine neue Karosserie, die beim Frontalaufprallversuch zum Einsatz kommt (Golf VII) und ein neuer Crashdummy Q10, der den Vorgänger P10 ersetzt. Hauptkriterien des Tests waren Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt.

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hos/sam/news.de/dpa
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