16.06.2014, 11.31 Uhr

Michael Schumacher News: Schumis Krankenakte: So informierte Sabine Kehm die Öffentlichkeit

Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist

Steht seit Michael Schumachers schwerem Skiunfall selbst im Rampenlicht: Schumi-Managerin Sabine Kehm.

Steht seit Michael Schumachers schwerem Skiunfall selbst im Rampenlicht: Schumi-Managerin Sabine Kehm. Bild: David Ebener/dpa

Schumi aufgewacht: zur Reha in die Schweiz verlegt

Auf diese Nachricht haben alle gewartet: Fünfeinhalb Monate nach dem schweren Skiunfall hat Schumi-Managerin Sabine Kehm bestätigt, dass Michael Schumacher aus dem Koma erwacht und in eine Reha-Klinik in der Schweiz verlegt worden ist. Jeden Tag hatten Freunde, Kollegen und Fans auf positive Nachrichten gehofft, nachdem es lange keine neuen Infos zum aktuellen Zustand von Schumi gegeben hatte.

Schumacher-Schicksal: Flavio Briatore über die Verschlossenheit der Familie

So hatte sich auch Formel-Eins-Urgestein Flavio Briatore gegenüber dem Radiosender Radio 24 besorgt zu Schumi geäußert: «Es gibt keine Neuigkeiten, denn die Familie ist sehr verschlossen. Sie kommuniziert nicht. Aber sicherlich ist gar keine Nachricht keine gute Nachricht.»

So reagieren Promis und Fans
Schumi aufgewacht!
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Schumi-Managerin Sabine Kehm schürt Hoffnung auf News zum Gesundheitszustand

Doch nicht ständig gibt es News zur Gesundheit von Schumi. Das betonte Kehm immer wieder aufs Neue. Gerüchte über angebliche Lebenszeichen Schumachers im Koma, Fortschritte bei der Aufwachphase oder Verlegungspläne verstummten deshalb aber noch lange nicht. Schumi-Managerin Kehm war vor allem mit einem beschäftigt: Spekulationen entkräften.

So sah sie sich zuletzt gezwungen, italienische Medienberichte zu verneinen, laut derer Schumi wieder mit seiner Umwelt interagiert. «Wir haben noch kein offizielles Statement zu Michaels Gesundheitszustand herausgegeben», hieß es dazu von Kehm. Nun endlich die Erlösung. Schumi scheint sich auf dem Weg der Besserung zu befinden.

Lesen Sie in unserer Chronologie, welche Details Kehm seit Schumis schwerem Skiunfall preisgegeben hat und was diese über seinen aktuellen Gesundheitszustand aussagen!

Schwerer Skiunfall: Schumi mit Kopfverletzungen im künstlichen Koma

29. Dezember 2013: Michael Schumachers Managerin bestätigt, dass der Formel-1-Weltmeister in den Alpen verunglückt ist. Er sei bei einem Skiunfall schwer gestürzt und auf den Kopf gefallen. «Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können», sagt sie weiter. Ein Satz, der nicht zum letzten Mal fällt.

31. Dezember 2013: Kehm gibt weitere Details zum tragischen Skiunfall von Schumi preis. Kurz zuvor hatte er einem gestürzten Freund geholfen, sei dann in den Tiefschnee zwischen zwei Pisten gefahren, gegen einen Felsen gestoßen und durch die Luft geschleudert worden. Anschließend prallte er mit dem Kopf gegen einen Felsen. Er befinde sich weiter in Lebensgefahr, liege im künstlichen Koma.

«Der Familie geht es natürlich nicht sehr gut», gab Managerin Kehm außerdem bekannt. «Sie sind geschockt.»

1. Januar 2014: Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa betont Kehm: «Michael wurde die ganze Nacht sehr sorgfältig überwacht, sein Zustand ist gegenwärtig stabil - auch am Morgen und die ganze Nacht. Das ist für den Moment eine gute Nachricht, ich betone: für den Moment. Michael wird weiter rund um die Uhr überwacht, die Ärzte kümmern sich sehr um ihn. Es ist aber weiterhin eine kritische Situation.»

Über die weitere Entwicklung könnten keine Aussagen getroffen werden. Details würden nicht bekanntgegeben. Erst, wenn sich Schumis Zustand merklich ändert, werde eine Pressekonferenz anberaumt.

Zustand stabil, aber kritisch: Kehm will Schumis Privatsphäre schützen

2. Januar 2014: Sabine Kehm erklärt, dass es vorerst keine weiteren Mitteilungen über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher geplant seien. Sein Zustand sei weiterhin stabil, aber kritisch.

4. Januar 2014: Auch an Tag sechs nach dem Unfall gibt es keine Neuigkeiten. Stattdessen stellt Managerin Kehm klar, «dass jegliche Information über seinen Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammt, nicht valide und reine Spekulation ist.»

6. Januar 2014: «Der klinische Zustand von Michael Schumacher wird als stabil angesehen und kontinuierlich beaufsichtigt», heißt es in einer offiziellen Mitteilung von Sabine Kehm. «Das zuständige Ärzteteam unterstreicht jedoch, dass sie nicht aufhören werden, die Situation von Michael als kritisch zu betrachten.» Weitere Details würden zum Schutz der Privatsphäre Schumachers nicht preisgegeben.

7. Januar 2014: Kehm betont erneut, dass sich Schumi in einem stabilen Zustand befinde. Gerüchte, er sei außer Lebensgefahr, bestätigt die Managerin jedoch nicht.

Schumi-Familie hat uneingeschränktes Vertrauen in Ärzte von Grenoble

17. Januar 2014: Keine neuen Informationen auch drei Wochen nach dem schweren Skiunfall. «Michaels Zustand wird weiterhin als stabil angesehen», gibt Schumi-Vertraute Kehm bekannt. Die Familie des verunglückten Ex-Rennfahrers vertraue voll und ganz auf die Ärzte im Krankenhaus von Grenoble. Mit der Arbeit des Ärzteteam sei sie «sehr zufrieden».

Kehm warnt außerdem wiederholt vor Falschinformationen über Schumis Zustand: «Jegliche Information über Michaels Gesundheitszustand, die nicht von seinem behandelnden Ärzteteam oder seinem Management stammt, müssen als reine Spekulation betrachtet werden.» Die Familie und Ärzte stünden in ständigem Kontakt.

29. Januar 2014: Nur einige Tage später das gleiche Bild. «Ich betone erneut, dass jegliche Aussagen über Michaels Gesundheitszustand, die nicht vom behandelnden Ärzteteam oder seinem Management stammen, als Spekulation zu werten sind», teilt Kehm schriftlich mit. Eine französische Zeitung hatte berichtet, dass Schumi aus dem Koma geholt werde.

Die Ereignisse um den tragischen Schumacher-Unfall
Formel-1-Legende Michael Schumacher im Koma
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Schumacher wird aus dem Koma geholt, langwieriger Aufwachprozess

30. Januar 2014: Das Aufwach-Gerücht bestätigt sich. Laut Management wird Michael Schumacher langsam aus dem künstlichen Koma geholt. Dazu würden die verabreichten Narkosemittel seit kurzem reduziert. Der Prozess könne daher länger dauern.

Warum sie damit erst jetzt an die Öffentlichkeit geht, erklärt Kehm ebenfalls: «Es war ursprünglich die klare Absprache zwischen allen Beteiligten, diese Information zum Schutz der Familie erst zu kommunizieren, wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat.» Dies sei nun der Fall. Informationen über Zwischenschritte, Details zur Behandlung oder Prognose werde es aber auch in Zukunft nicht geben, so die Managerin weiter.

12. Februar 2014: Sabine Kehm bleibt ihrem Credo treu, Spekulationen nicht zu kommentieren. Ein Bericht der Bild über eine angebliche Lungenentzündung Schumachers wird folglich weder bestätigt noch dementiert. So bleibt zunächst fraglich, ob Schumi tatsächlich mit Antibiotika behandelt werden müsste und inwiefern das den Aufwachprozess beeinträchtigt haben könnte.

13. Februar 2014: Auch einen Tag später kommentiert Kehm die Lungenentzündung nicht, räumt aber ein: «Wie meist in solchen Fällen verläuft nicht jeder Tag wie der andere.» Was das genau heißt, bleibt aber unklar. Denn von medizinischen Einzelheiten sieht die Schumi-Managerin weiterhin ab. Einzig «entscheidende Neuigkeiten im Gesundheitszustand Michaels» würden kommuniziert. Schumi befinde sich weiterhin in der Aufwachphase.

Dabei sei nicht wichtig, wie schnell der Genesungsprozess voranschreite, sondern dass dieser kontinuierlich und kontrolliert vonstatten ginge. In diesem Zusammenhang betont Kehm auch: «Die Familie glaubt weiterhin fest an Michaels Genesung und schenkt dem Team der Ärzte, Schwestern und Pfleger ihr volles Vertrauen.»

Schumi-Managerin Kehm spricht von Anzeichen, die Mut machen

24. Februar 2014: Fast zwei Monate nach Michael Schumachers schwerem Skiunfall in Frankreich ist sein Zustand unverändert. Die Aufwachphase halte an, gibt Schumi-Managerin Kehm bekannt. «Diese Phase kann lange dauern, was zu unserem Bedauern offenbar zu vielen Fehlinterpretationen führt», sagt sie. Abermals hatten Gerüchte die Runde gemacht, der Aufwachprozess sei vorläufig abgebrochen worden.

12. März 2014: «Es gibt immer wieder kleine Anzeichen, die uns Mut machen. Aber wir wissen auch, dass wir geduldig sein müssen», heißt es in einer Mitteilung des Management. Noch immer sei es schwer zu begreifen, «auch weil es eine so banale Situation war, in der Michael verunglückte, nachdem er zuvor so viele brenzlige Situationen überstanden hatte». Doch die zahlreichen Genesungswünsche von Freunden, Kollegen und Fans gäben der Familie Kraft. Sie sei und bleibe zuversichtlich, dass Schumacher aufwachen und genesen werde.

26. März 2014: Beraterin Kehm reagiert auf Spekulationen, bei der Erstversorgung von Schumi seien folgenschwere Fehler passiert. Sie betont, dass die Familie gemeinsam mit dem Ärzteteam um ihn kämpfe und den Mediziner dabei voll vertraue.

3. April 2014: Im Interview mit der Bild-Zeitung macht Sabine Kehm den Fans Hoffnung: «Ich kann nur noch einmal sagen: Es gibt Anzeichen, die uns Mut machen», bekräftigt sie die positive Entwicklung von Michael Schumachers Gesundheitszustand. Es ist von «merklichen Verbesserungen» die Rede.

Zugleich weist Kehm Spekulationen zurück, Schumi würde mittlerweile in einem Wachkoma liegen. Auch das Gerücht, seine Frau Corinna lasse den Schweizer Wohnsitz für ihn umbauen, sei falsch. Details über Michael Schumachers Zustand bleiben auch diesmal verborgen.

Kehm bei Jauch: Schumi zeigt Momente des Bewusstseins und der Wachheit

4. April 2014: Abermals gute Nachrichten aus Grenoble: «Er zeigt Momente des Bewusstseins und des Erwachens», teilt Kehm mit und spricht davon, dass Schumacher auf seinem Weg Fortschritte mache. Sein Zustand scheint sich entscheidend verbessert zu haben, hatte das Management doch stets betont, offizielle Mitteilungen nur im Falle merklicher Veränderungen zu machen. Dies ist nun offenbar der Fall.

Prognosen gibt Kehm jedoch weiterhin nicht ab. Abermals bedankt sie sich im Namen der Schumi-Familie für die «ungebrochene Anteilnahme» und spricht den Ärzteteam im Krankenhaus von Grenoble ihr Vertrauen aus. Es sei ein langer und schwerer Kampf, aber man bleibe zuversichtlich.

13. April 2014: Erstmals seit dem schweren Skiunfall stellt sich Schumi-Managerin Sabine Kehm in einem Fernsehinterview ausgiebig über den Fall Schumacher. Bei Günther Jauch spricht sie von «Momenten der Bewusstheit, des Erwachens und der Wachheit», betont aber zum wiederholten Male, dass Prognosen zum weiteren Heilungsverlauf unmöglich und höchst unseriös seien.

Entsprechend hart geht sie mit vermeintlichen Experten ins Gericht, die Schumis Schicksal öffentlich kommentieren. «Ich halte das in Teilen für sehr verwerflich», sagt sie und verteidigt die Privatsphäre ihres Klienten und seiner Familie. In dem Zusammenhang stellt Kehm klar, dass sie den Informationsfluss auf absehbare Zeit kappen werde: «Unser Wunsch wäre schon, dass ab dem Moment, in dem Michael in eine Reha-Klinik gehen könnte, wir die mediale Begleitung unsererseits einstellen können.»

Seit diesem TV-Auftritt hat es von Schumi-Beraterin Sabine Kehm kein offizielles Statement mehr zu Michael Schumachers aktuellem Gesundheitszustand gegeben. Doch ihre letzte Reaktion auf Gerüchte lässt vermuten, dass es bald wieder verlässliche Informationen geben könnte. Und diese besagen dann hoffentlich, dass Schumi erwacht ist und bald mit der Rehabilitation beginnen kann.

16. Juni 2014: Kehm hat endlich gute Nachrichten. «Michael hat das CHU Grenoble verlassen, um seine lange Phase der Rehabilitation fortzusetzen. Er ist nicht mehr im Koma», teilt die 45-Jährige in einem offiziellen Statement mit. Er werde in einer Reha-Klinik weiter behandelt. Informationen über Schumachers Aufenthaltsort und weitere Details zu seinem Zustand machte die Schumi-Managerin nicht.

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Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist rund fünfeinhalb Monate nach seinem Skiunfall nicht mehr im Koma.

zij/news.de/dpa
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